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VST, eine Einkaufsgenossenschaft für das Baugewerbe, hat das Skypod®-System von Exotec auf ihrer neuen Logistikplattform in Chavagnes-en-Paillers (Vendée) in Betrieb genommen. Das Ziel: Das Unternehmenswachstum der nächsten fünf bis zehn Jahre aufzufangen – ohne Abstriche beim Servicegrad und bei gleichzeitiger Entlastung der Mitarbeitenden.
Mit 27 Robotern verarbeitet das System heute täglich zwischen 4.500 und 5.000 Auftragszeilen. Dadurch erreicht jeder Kommissionierer eine Leistung von knapp 200 kommissionierten Zeilen pro Stunde – das Dreifache bis Vierfache im Vergleich zur Zeit vor der Automatisierung. Trotz dieser Skalierung hält VST ihren Servicegrad stabil bei nahezu 99,5 % und entspricht damit vollstens ihren hohen Qualitätsstandards.
Um diese Transformation zu beleuchten, haben wir das Zeugnis von Guillaume Mauduit eingeholt, Director Logistics Operations bei VST, der die operative Inbetriebnahme des Exotec-Systems gemeinsam mit seinen Teams leitet.
Das Skypod-System bei VST im Überblick
| Roboter | Kommissionierstationen | Lagerplätze | Auftragszeilen / Stunde | Auftragszeilen / Tag | Systemhöhe |
| 27 | 3 | 20.600 | 600 | 500 | 11,5 Meter |
VST: Eine Einkaufsgenossenschaft im Dienste des Baugewerbes
Vor 50 Jahren gegründet, ist VST eine spezialisierte Einkaufsgenossenschaft für Fachbetriebe des Baugewerbes – vom selbstständigen Installateur bis hin zum mittelständischen Bauunternehmen. Die Genossenschaft vereint rund 850 Mitgliedsbetriebe (zugleich Genossenschaftsmitglieder) und beschäftigt 434 Mitarbeitende bei einem Jahresumsatz von 221 Mio. €. Das Leistungsversprechen: Verhandeln, Beschaffen, Lagern und Geliefert-Werden im Auftrag der Mitglieder – mit einem eigenen Fuhrpark von 66 LKW direkt ins Kundenlager oder unmittelbar auf die Baustelle.
In den letzten zehn Jahren stieg die Zahl der Mitglieder von unter 600 auf 850 – getrieben durch einen kontinuierlich positiven Saldo aus Neuaufnahmen und Austritten pro Jahr. Über die reinen Logistik- und Vertriebsleistungen hinaus bietet VST ihren Mitgliedern umfassende Support-Dienstleistungen: Marketing & Kommunikation, eine Tochtergesellschaft für nicht-strategische C-Teile/Produkte sowie den Bereich „Genossenschaftsleben“, der Betriebe bei technischen und administrativen Schulungen begleitet.
Die Herausforderungen: Wachstum bewältigen ohne Serviceverlust
Bestehende Logistikplattformen an der Kapazitätsgrenze
Der stetige Zuwachs an Genossenschaftsmitgliedern brachte die logistische Infrastruktur rasch an ihre Grenzen. Nach dem Ende der Covid-Krise waren die bestehenden Logistikzentren bereits vollständig ausgelastet. VST entschied sich daher für die Investition in eine dritte Logistikplattform – nur 30 Minuten vom Stammstandort entfernt –, die von vornherein auf den Bedarf der kommenden zehn Jahre ausgelegt wurde.
Diese Maßnahme gliedert sich in einen umfassenden Investitionsplan der Genossenschaft ein. Mit dem neuen Standort betreibt VST nun drei Zentralläger in der Vendée und verfügt insgesamt über 7 Logistikstandorte in 5 Départements mit zusammen 60.000 m² Lagerfläche.
Transformation der Arbeitsbedingungen
Neben der reinen Kapazitätserweiterung spielte der menschliche Faktor bei der Entscheidung zur Automatisierung eine ebenso zentrale Rolle. Bei den Artikeln, die heute über das Exotec-System abgewickelt werden, legten die Kommissionierer zuvor bis zu 20 Kilometer pro Tag zu Fuß zurück. Die Reduzierung dieser körperlichen Belastung bei gleichzeitiger Steigerung des Durchsatzes wurde zu einem ebenso wichtigen Ziel erklärt wie die rein operative Logistikleistung.
Eine zuverlässige und skalierbare Lösung
VST evaluierte verschiedene Automatisierungslösungen vor der Entscheidung für Exotec, unter anderem nach Besichtigungen von Partnerstandorten, die das System bereits im Einsatz hatten. Die hohe Zuverlässigkeit der Lösung sowie ihre flexible Erweiterbarkeit im laufenden Betrieb (Erweiterung der Regalstruktur, Aufstockung von Robotern oder Behältern) gaben den Ausschlag für das System.
„Wir sind sehr stolz darauf, eine französische Genossenschaft im Dienste zahlreicher unabhängiger Handwerksbetriebe zu begleiten. Unsere robotischen Automatisierungslösungen bieten genau die Flexibilität und Skalierbarkeit, die nötig sind, um anfängliche Überinvestitionen zu vermeiden. Gleichzeitig verbinden wir hohe logistische Effizienz mit verbesserten Arbeitsbedingungen und einem umweltbewussten Ansatz.“
Die Lösung: Das Skypod-System als Herzstück der Plattform Chavagnes-en-Paillers
Das Skypod-System von Exotec deckt einen bedeutenden Teil des VST-Sortiments ab: zwischen 12.000 und 13.000 der insgesamt 28.000 geführten Artikelpositionen (SKUs) von mehr als 300 Lieferanten. Mit zwei bis drei aktiven Kommissionierstationen (Picking-Stationen) und einem ergänzenden manuellen Arbeitsplatz erreicht die Plattform knapp 200 vorbereitete Zeilen pro Stunde und Kommissionierer – drei- bis viermal mehr als vor der Automatisierung.
„Was sich in der Kommissionierung massiv verändert hat, ist die Einfachheit, die Ergonomie und die stark reduzierte körperliche Belastung. Das führt zu einer noch geringeren Fehlerquote. Besser lagern und besser kommissionieren, um besser zu liefern.“
Zur Begleitung dieser Umstellung profitierte VST von einer besseren Aufgabenverteilung über den gesamten Arbeitstag: Kommissionierung, Einlagerung, Sortierung, Verdichtung des Lagerguts im System, Retourenabwicklung sowie das Handling von Sperrgut verteilen sich nun dynamisch auf die Mitarbeiter. Eine Organisation, die die körperliche Beanspruchung reduziert und für abwechslungsreiche tägliche Aufgaben sorgt.
Die Ergebnisse: Gehaltener Servicegrad und eine zukunftssichere Organisation
Der wichtigste Leistungsindikator (KPI) für VST ist der Servicegrad – er misst den Anteil der termingerecht beim Genossenschaftsmitglied angelieferten Bestellungen. Bereits vor der Einführung von Exotec lag dieser Wert bei nahezu 99,5 %. Dieses hohe Niveau konnte während der gesamten Umstellungs- und Automatisierungsphase nahtlos gehalten werden. VST konnte somit diese kritische Kennzahl sichern, die für das Vertrauen ihrer 850 Mitgliedsbetriebe von zentraler Bedeutung ist.
Darüber hinaus hat die Automatisierung der Genossenschaft ermöglicht, die Bestandsführung deutlich verlässlicher zu gestalten. Anstelle der früher manuell durchgeführten Stichtagsinventuren sorgt nun ein System permanenter, rollierender Inventuren für Transparenz.
„Man sieht ganz deutlich, dass wir einen sehr wichtigen Schritt nach vorne gemacht haben. Was auch immer in den nächsten fünf bis zehn Jahren passiert – wir sind bereit.“
Mit der neuen automatisierten Plattform verfügt VST heute über eine moderne Infrastruktur, die künftiges Wachstum mühelos auffängt und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen der Belegschaft nachhaltig verbessert.