In einer Welt mit immer kürzeren Produktlebenszyklen und steigenden Kundenerwartungen kommt es auf Timing und Präzision an. Nur wer Materialien und Waren zur richtigen Zeit in der richtigen Reihenfolge bereitstellt, kann seine Prozesse effizient steuern und Engpässe vermeiden. Genau hier setzt Just-in-Sequence-Kommissionierung (in der Distributionslogistik Perfect Sequence genannt) an – und mit ihr das Skypod-System von Exotec.
Das Prinzip ist leicht nachvollziehbar: Wer beim Verpacken erst die Eier und dann die Nudeln in den Karton legt, riskiert Bruch. Die richtige Reihenfolge sorgt dafür, dass alles sicher und planmäßig am Ziel ankommt, in der Küche wie in der Logistik. Darum macht die neue Skypod-Generation Sequenzierung zum Standard – ohne zusätzliche Subsysteme. Die Reihenfolge entsteht direkt im System und bis auf Auftragsposition, sodass Artikel exakt in der vorgegebenen Abfolge in die Behälter gelangen. Sortiert wird z. B. nach Gewicht, Größe oder entlang kundenspezifischer Kriterien, etwa der richtigen Reihenfolge der Artikel für die jeweiligen Produktionsschritte.
Nahtlos sequenzieren: Just-in-Sequence-Kommissionierung direkt im Skypod-System
Das Skypod-System integriert die Just-in-Sequence-Kommissionierung direkt ins Lager, ohne zusätzliche Fördertechnik oder externe Sorter. Damit wird die Planung der Auftragsbearbeitung zum festen Bestandteil automatisierter Lagerprozesse – flexibel, skalierbar und vollständig softwaregesteuert.
So läuft die Just-in-Sequence-Kommissionierung ab:
Die autonom fahrenden Skypod-Roboter holen die benötigten Artikel bzw. Behälter aus dem Lager und bringen sie in der definierten Reihenfolge zu den jeweiligen Zielpunkten, etwa zu den ergonomischen Kommissionierstationen oder anderen Robotern. Je nach Prozessschritt werden die Artikel dort kommissioniert, verpackt oder zunächst im System zwischengelagert.
Die Prioritäten und Reihenfolgen werden dabei von der Warehouse Execution Software (kurz: WES) Deepsky dynamisch berechnet, z. B. nach Gewicht, Größe, Produktionsauftrag oder Versandpriorität. Die Bildung von Auftragsstapeln (sogenannte Batches) ermöglicht, dass gleiche Artikel gebündelt bearbeitet werden. Das reduziert Transportwege und steigert die Produktivität. Für Distributionsprozesse lässt sich die Sequenz direkt auf Perfect-Sequence-Anforderungen wie Entladereihenfolge, Tourenstopp oder Packmuster ausrichten.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Lösungen, die separate Fördertechnik erfordern, entsteht die Sequenzbildung im Skypod-System. Das senkt Komplexität, Platzbedarf und Betriebskosten. Das Ergebnis: eine durchgängig optimierte Auftragsreihenfolge für maximale Prozesssicherheit und Effizienz.
Vorteile der Just-in-Sequence-Kommissionierung im Überblick
Die Just-in-Sequence- bzw. Perfect-Sequence-Kommissionierung sorgt dafür, dass Artikel in exakt der benötigten Reihenfolge bereitgestellt werden. Daraus ergeben sich entscheidende Vorteile:
- Keine zusätzlichen Förderanlagen nötig: Die Skypod-Lagerroboter übernehmen die Reihenfolgebildung direkt im System. Das reduziert Hardware, spart Fläche und vereinfacht das Layout. Gleichzeitig sinken Schnittstellen, Wartungsaufwand und Störanfälligkeit.
- Effiziente Palettierung: Sequenziert kommissionierte Aufträge ermöglichen stabile und transportsichere Paletten. Schwere oder volumige Positionen bilden die Basis, empfindliche folgen zuletzt. Das minimiert Umstapelvorgänge, senkt Transportschäden und beschleunigt Wareneingang und Versand.
- Optimierte Lkw-Beladung: Waren stehen bereits in Touren- bzw. Entladereihenfolge bereit. Rampe und Fahrpersonal arbeiten strukturierter, Standzeiten verkürzen sich und Slot-Vorgaben werden zuverlässiger eingehalten.
- Kürzere Durchlaufzeiten und präzise Auftragsabwicklung: Vom Abruf bis zur Verladung sind alle Schritte softwaregestützt aufeinander abgestimmt. Das sorgt für pünktliche Bereitstellung, konstante Qualität und eine gleichmäßige Auslastung über den Tag.
- Skalierbarkeit für wachsende Anforderungen: Zusätzliche Roboter, Stationen oder Lagerzonen lassen sich ohne eine Unterbrechung des laufenden Betriebs ergänzen. Die Sequenzierungslogik skaliert mit – für steigende Artikelvielfalt und eine höhere Auftragslast.
Erweiterte Funktionen: Wie Sequenzierung, Pick-Pack und Pufferlagerung ineinandergreifen
Das Skypod-System ist darauf ausgelegt, dass alle intralogistischen Prozesse nahtlos ineinandergreifen. So entsteht ein durchgängiger Materialfluss, in dem jede Bewegung auf die nächste abgestimmt ist. Die Just-in-Sequence-Kommissionierung wird dabei durch zwei weitere, integrierte Funktionen unterstützt:
Pick-and-Pack – Bereitstellung von Waren + Versandgebinde in einem Schritt
Dank Pick-and-Pack-Verfahren transportieren die Skypod-Roboter sowohl die benötigten Waren als auch das passende Versandgebinde direkt zu den Kommissionierstationen. Auf diese Weise erfolgt die Bereitstellung von Artikeln und Verpackung in einem einzigen, abgestimmten Prozess – ohne zusätzliche Wege und Wartezeiten.
Integrierter Buffer – Zwischenlagerung ohne Subsystem
Fehlende Artikel, Teilaufträge oder fertig kommissionierte Behälter werden durch Pufferlagerung automatisch zwischengelagert und anschließend in der korrekten Reihenfolge wieder in den Materialfluss integriert. So lassen sich Wartezeiten glätten und Spitzen abfedern.
Voraussetzungen und Einsatzbereiche für Just-in-Sequence-Kommissionierung
Damit Just-in-Sequence oder Perfect Sequence sein Potenzial voll entfaltet, braucht es eine intelligente Steuerung, verlässliche Datenflüsse und flexible Strukturen. Das Skypod-System liefert genau diese Grundlage: Deepsky synchronisiert Auftragsprioritäten, Reihenfolgen und Ressourcenauslastung in Echtzeit, die Skypod-Roboter setzen die Planung unmittelbar in physische Bewegungen um. So entstehen kurze Reaktionszeiten, hohe Transparenz und stabile Prozesse – auch während der Peak Season oder bei kurzfristigen Änderungen.
Das System eignet sich vor allem für folgende Einsatzbereiche:
- Produktionsversorgung
- Distributionszentren
- Omnichannel- und E-Commerce-Lager mit hoher Auftragsfrequenz
- Ersatzteillogistik
- Filialnachschub als Full-Case-Lösung mit sequenzierter Palettierung
Sie wollen wissen, ob sich Just-in-Sequence-Kommissionierung und der Einsatz von Lagerrobotern in Ihrem Lager lohnen? Finden Sie es mit unserer kostenlosen Checkliste ganz einfach heraus.
Häufig gestellte Fragen zur Just-in-Sequence-Kommissionierung
Was bedeutet Just-in-Sequence (JIS) in der Logistik?
Just-in-Sequence ist eine Weiterentwicklung des Just-in-Time-Prinzips. Während bei Just-in-Time der Zeitpunkt der Lieferung im Fokus steht, erweitert Just-in-Sequence diesen Ansatz um die richtige Reihenfolge der Bereitstellung. Das bedeutet: Waren treffen nicht nur pünktlich, sondern in der passenden Abfolge ein – exakt so, wie sie im nächsten Prozessschritt benötigt werden. In der Distributionslogistik wird dieses Prinzip häufig als Perfect Sequence bezeichnet. Das Skypod-System unterstützt beide Anwendungsfälle, Produktion und Distribution.
Warum ist Just-in-Sequence-Kommissionierung heute entscheidend?
In modernen Fertigungs- und Distributionsprozessen entscheidet längst nicht mehr nur die Lieferzeit über Effizienz, sondern die exakte Reihenfolge, in der Waren oder Komponenten bereitgestellt werden. Sequenzierung sorgt dafür, dass Materialien genau in der Abfolge eintreffen, in der sie benötigt werden. So werden Stillstände, Überbestände und Nacharbeiten vermieden.
Das Skypod-System integriert diese Funktion direkt in den Lagerprozess: Sequenzierung, Pufferung und Bereitstellung erfolgen automatisch, ohne externe Sortieranlagen oder aufwendige Fördertechnik. Damit wird Just-in-Sequence- bzw. Perfect-Sequence-Kommissionierung zu einem zentralen Element moderner Logistik.
Welche Unternehmen profitieren besonders von Just-in-Sequence-Kommissionierung?
Just-in-Sequence und Perfect Sequence bringen überall Vorteile, wo hohe Variantenvielfalt, kundenspezifische Aufträge oder eng getaktete Prozesse bestehen. Besonders profitieren Unternehmen aus der Industrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der E-Commerce- und Healthcare-Logistik oder dem 3PL-Fulfillment.
Darüber hinaus ist eine sequenzierte Kommissionierung ideal für Unternehmen, die saisonal stark schwanken oder häufig neue Produktvarianten einführen. Das Skypod-System bleibt dabei skalierbar: Neue Roboter oder Kommissionierstationen können jederzeit hinzugefügt werden, ohne bestehende Abläufe zu unterbrechen.
Welche Rolle spielen Lagerroboter bei der Just-in-Sequence- oder Just-in-Time-Kommissionierung?
Lagerroboter sind der Schlüssel zur dynamischen Umsetzung von Just-in-Sequence, Just-in-Time sowie Perfect Sequence. Im Skypod-System übernehmen sie den gesamten Materialfluss – von der Entnahme über den Transport bis zur Bereitstellung in der richtigen Reihenfolge. Jeder Roboter arbeitet softwaregesteuert nach Echtzeitdaten, die von der Lagerverwaltungssoftware Deepsky bereitgestellt werden. So wird sichergestellt, dass Aufträge priorisiert, gebündelt und sequenziert ausgeführt werden.
Just-in-Sequence vs. Just-in-Time: Wo liegt der Unterschied?
Beide Ansätze verfolgen das Ziel, Materialien bedarfsgerecht und zeitoptimiert bereitzustellen, doch Just-in-Sequence geht weiter: Es ergänzt die klassische Just-in-Time-Logistik und macht sie zukunftsfähig für komplexe, hochdynamische Liefer- und Produktionsketten. Die Unterschiede zwischen beiden Verfahren im Überblick:
| Just-in-Time (JIT) | Just-in-Sequence (JIS) | |
| Ziel | Lieferung zum benötigten Zeitpunkt | Lieferung in der richtigen Reihenfolge |
| Fokus | Zeitliche Synchronisation | Zeitliche und sequentielle Synchronisation |
| Anwendung | Allgemeine Produktionslogistik | Montage, Versand, variantenreiche Prozesse |
| Beispiel | Lieferung aller Türverkleidungen für die Schicht | Lieferung der Türverkleidungen in Montage-Reihenfolge |
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